45 Jahre Rössli Mogelsberg - einzigartig natürlich

Geschichte

Anfangs 18. Jh.

Wir wissen nicht genau, wann das Rössli erbaut wurde. Da Mogelsberg – und damit auch das Gemeindearchiv – vor langer Zeit fast ganz niederbrannte, sind keine alten Unterlagen mehr vorhanden. Doch wird gesagt, dass das Rössli einen „Grubenmann“ Dachstuhl besitze. Grubenmann war eine berühmte Baumeisterdynastie des 18. Jahrhunderts, bekannt durch ihre einmaligen Holzkonstruktionen.


1786 wird das Rössli erstmals schriftlich als Gasthaus erwähnt. Später dient es als Gerichtsgebäude und Poststation. Ein Landwirtschaftsbetrieb mit Stallungen und Scheune war dem Rössli angegliedert. Die Steinpflöcke, an denen die Pferde angebunden wurden, sind bis heute vor dem Rössli zu sehen.

Ende 19. Jahrhundert wird eine Bäckerei eingerichtet, die noch immer im Nebengebäude besteht. 

1978 kaufen fünf Idealisten - mit dabei Sabine Bertin und ihr verstorbener Mann - das Gasthaus Rössli Die Gruppe formiert sich als Betriebsgenossenschaft, welche die Ideale der 68er Bewegung im Alltag umsetzen will, nämlich die Verbindung von Arbeit und Freizeit und die Abschaffung der Hierarchien. Sie führt das Restaurant als Stammbeiz für die Einheimischen und als Treffpunkt für die "Alternativen*. Seminare und Privatgäste füllen das Hotel, im Restaurant wird schon zu dieser Zeit biologisches, saisonales und regionales Essen serviert, und im Saal finden kulturelle Anlässe statt. Die Mund zu Mund Propaganda funktioniert, das Geschäft läuft gut an. Das Engagement ist total, der Lohn vor allem ideell. Mit der Zeit entwickelt sich der Pionierbetrieb zu einem professionell geführten, erfolgreichen Gasthaus, wo gesund und genussvoll keine Gegensätze sind. Ein Traum ist wahr geworden. So ein altehrwürdiges, prächtiges Haus - Toggenburger Strickbau - wie das Rossli braucht Pflege. Im Laufe der Jahrzehnte wird immer wieder in grossem Stil renoviert. So wird schon 1978 der Dachstock zu Wohnräumen für die Betreibergruppe umgebaut und die Zentralheizung im ganzen Haus installiert. Darauf folgen neue Fenster, Lavabos, Duschräume und Neueinrichtungen in den Hotelzimmern

1984 Dach und Fassade

1987 Erdgeschoss mit Küche, Restaurant, Sali und Stubli

1993 Keller samt neuer Heizungsanlage und Wärmerückgewinnung aus den Kühlmöbeln.

1996 folgt der Umbau des gesamten Hotels. Der Charme und der individuelle Charakter der Zimmer bleiben bestehen, die Struktur des alten, denkmalgeschützten Hauses bleibt erhalten. Der Innenausbau aber wird modern gestaltet. So entstehen 12 Sternzeichenzimmer und 4 Elementezimmer, jedes mit seinem ganz eigenen persönlichen Ambiente. Sie werden alle nach okologischen und baubiologischen Kriterien erneuert und mit Hüslerbetten ausgestattet. So erfüllen sie unsere Qualitätsansprüche.

2000 wird die Betriebsgenossenschaft umgewandelt in eine GmbH.

2011 Im Mai erscheint beim AT Verlag das Buch Rössli "Mogelsberg - das Kochbuch", geschrieben von Sabine Bertin, mit Fotos von Stephan Hanslin, Berufsfotograf und Freund des Hauses seit 1978. Es wird mit der Silbermedaille der Historia Gastronomica Helvetica ausgezeichnet. Es ist ein Kochbuch, ein Lesebuch, ein Bilderbuch - drei Bucher in einem.

2016 können wir ein lang erträumtes Projekt verwirklichen und alle 12 Sternzeichenzimmer mit Nasszellen ausstatten. Für die 4 Elementezimmer und den Himmel als 17. Hotelzimmer richten wir auf der 3. Etage zwei Duschen und zwei Toiletten ein.

2021 wird die Liegenschaft Rössli an eine neu gegründete Genossenschaft übergeben. So wird der Erhalt und die Pflege des historischen Gebäudes auf lange Sicht gewährleistet. Sabine Bertin ist Präsidentin der Genossenschaft und so weiterhin für das Rössli engagiert.

Heute ist das Rössli Mogelsberg ein weitherum bekannter Betrieb, in dem lustvoll gearbeitet und konsumiert wird, wo Tradition unkonventionell und modern gelebt wird - und das seit über 40 Jahren. Die moderne Einrichtung und Führung bilden einen harmonischen Kontrast zum historischen Haus.

Morgen?
Vieles ist möglich, fast alles ist machbar. Das Rössli soll weiterhin viele Gaste und Mitarbeitende glücklich machen.